ATR Futtermittel - Schweinemast

Für Schweinemäster stehen ein hoher Magerfleischanteil, eine hohe tägliche Zunahme, eine gute Futterverwertung, geringe Verluste und möglichst geringe Futterkosten je kg Zuwachs im Fokus. Für eine wirtschaftliche Schweinemast sollten aber auch die unterschiedlichen Ansprüche der Genetiken berücksichtigt werden.

Dänen-Genetik richtig füttern

Seit mehreren Jahren bietet ATR Landhandel eine neue Strategie zur Fütterung von Mastschweinen an. Das ATR SPRINT-Mastkonzept ist speziell auf die Pietrain- und Duroceber zu der Danzucht Sau abgestimmt. Das Ziel des ATR SPRINT-Mastkonzeptes ist die Ausschöpfung des „Mastpotenzials“ der verschiedenen Genetiken. Vor dem Hintergrund der verschiedenen Eber Duroc, Duroc/Pietrain und Pietrain wurden unterschiedliche Konzepte entwickelt und fortlaufend an neue Erkenntnisse angepasst. ATR konnte bisher die Daten von rund 230.000 Mastschweinen sammeln und auswerten. Das ATR SPRINT-Mastkonzept unterscheidet sich insbesondere in den verschobenen Mastphasen von einem konventionellen Mastsystem. Die Vormast- und Mittelmastphase ist deutlich verkürzt.

ATR SPRINT Mastkonzept

Die Vormast- und Mittelmastphase ist beim ATR SPRINT-Mastkonzept deutlich verkürzt. Das spezielle Aminosäure-Muster der Mischfuttersorten garantiert eine deutliche Verbesserung der „Mastparameter“ bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Futterkosten je kg Zuwachs. So konnten bei den rund 300.000 ausgewerteten Mastschweinen, abhängig von der Ebergenetik, folgende Durchschnittswerte erzielt werden:

Ebergenetik

Die folgenden Grafiken vergleichen die Leistungen der verschiedenen Ebergenetiken gemästet mit einem üblichen „Standard“-Mastfutter (blau) und mit einem „SPRINT“-Mastfutter (rot).

Leistungen der verschiedenen Ebergenetiken
Mischfuttersortenanpassung an die Genetik

Beim Einsatz eines Duroc-Ebers haben höhere Anteile an Mittelproteinen (Rapsprodukte, Getreideschlempen, Sonnenblumenprodukte u.a.) in der Regel keinen negativen Einfluss auf die Futteraufnahme und Mastleistungsparameter. Wir empfehlen, auf energiereiche Mischungen im Endmastbereich zu verzichten, da diese Tiere zur Verfettung neigen.

Beim Einsatz des Duroc-/Pietrain-Ebers stellen moderate Anteile an Mittelproteinen kein Problem dar. Der Energiegehalt kann im Verleich zum Duroc in der Endmast betriebsspezifisch leicht erhöht werden. Beim Einsatz eines Pietrain-Ebers haben die Kreuzungstiere eine etwas schlechtere Futteraufnahme. In der SPRINT-Mast Variante „Pietrain“ wird dem durch Verzicht auf Rapsprodukte und geringe Anteile an Getreidenebenprodukten Rechnung getragen.

Angepasste Aminosäurengehalte und Aminosäurensequenzen sind ebenso wichtig wie optimierte Gehalte an Mengen-, Spurenlementen und Vitaminen. Durch den Einsatz von Phytase wird die Verdaulichkeit von Phosphor und Calcium verbessert. Die erhöhte Einmischquote von NSP-spaltenden Enzymen erhöht den Anteil an verdaulichen Nährstoffen für das Tier und verbessert die Energieverwertung um 0,3 MJME.

Durch die auf die jeweilige Genetik optimierte Ausstattung der Mischfuttersorten werden die wertbestimmenden Bestandteile des Schlachtkörpers erhöht. So verbessert sich unter anderem der Anteil Magerfleisch Bauch. Wird das SPRINT-Mastkonzept richtig angewendet, können aktuell bis zu 2,- EUR an Futterkosten je Mastschwein eingespart werden.

Referenzergebnis ATR Sprintmast 01-2013
Referenzergebnis ATR Sprintmast_09-2012
Referenzergebnis ATR Mastfutter CLA Endmast_03-2012
Referenzergebnis ATR Mastfutter_02-2012

Wenn Sie weitere Informationen, wie z.B. Futterkurven oder ein für Ihren Betrieb individuell abgestimmtes Mastfutterkonzept wünschen, steht Ihnen die ATR Fachberatung Schwein gern zur Verfügung.

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